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Zweite Stellwoche – Dach

Last updated on 6. April 2022

So lange noch, bis das Haus kommt...

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Es geht fleißig weiter und hoch hinaus – die zweite Stellwoche befasst sich fast ausschließlich mit dem Dach – also ich hoffe ihr seid schwindelfrei (ich nicht, aber mein Fuß und ich hocken noch immer auf der Schaukel)! KW 10

Keine Angst, dieser Beitrag wird nicht so ellenlang wie der von der ersten Stellwoche :). Aber wir wollen ja weiterhin dokumentieren, fĂŒr uns und fĂŒr euch. Uns hat nĂ€mlich bei vielen Blogs immer so richtige Zeitangaben gefehlt. Also was wie lange gedauert hat.

Also – let’s go! Mit KW 10, 07. MĂ€rz bis 13. MĂ€rz!

Montag, siebter Tag

Wir haben Sonntag Hilfe aus Schweden eingeflogen, stark und schwindelfrei – perfekt zum Hausbauen! Nochmal tausend Dank, Juno 💖

Am Montag kamen unsere Ziegel an. Ok, Betonsteine. Aber Ziegel ist kĂŒrzer :D.

Wir haben uns fĂŒr die Verona von Creaton entschieden. Planar dunkelgrau ist die genaue Bezeichnung. Vorgesehen war Heidelberg, aber wir fanden Verona schöner. Hier nochmal der Artikel zur Bemusterung.

Eigentlich sollten unsere Dachfenster von Velux auch gleich mitgeliefert werden, die waren aber nirgends zu sehen. Wir haben insgesamt vier Dachschwingfenster in 114 cm x 140 cm, aus Kiefer.

Dienstag, achter Tag

Dienstag kam noch eine extra Hilfe aus Berlin und es ging weiter ans Dach und ans Vordach, die Dachlatten mussten weiter angebracht werden um dann spÀter die Ziegel dort einzuhÀngen. Mit einer Schlagschnur wird eine gerade Linie auf die Unterspannbahn aufgebracht. Daran werden dann die Dachlatten ausgerichtet und festgenagelt.

Auch am Vordach wurden die Schalungsbretter fachgerecht von Juno angebracht 😁. Danach kommt die Unterspannbahn, dann die Dachlatten und zuletzt die Dachziegel.

Juno auf unserem Vordach

Und am Ende des Tages waren tatsĂ€chlich alle Dachlatten auf der SĂŒdseite fest drauf.

Dachlatten sind alle drauf – die Ziegel können kommen!

Mittwoch, neunter Tag

Wir hatten schon Wochen vorher einen Ziegelaufzug besorgt, bei dem KTG Baumaschinen Verleih in Berlin. Das lief alles super reibungslos und können wir weiter empfehlen.

Ziegel wiegen nĂ€mlich extrem viel. Ein so ein Ziegel wiegt 4,7 kg. Die sind immer zu sechst in einem Paket, das macht dann knapp 30 kg. Und wir brauchen unsere KrĂ€fte noch – also darf der Aufzug fĂŒr uns schleppen. Der Aufbau ging relativ unkompliziert.

Damit war fast der ganze Tag belegt – nicht mit dem Aufbau, sondern dem Aufladen und Verteilen der Ziegel auf der SĂŒdseite vom Dach.

Ziegel sind fast alle auf der SĂŒdseite vom Dach, links seht ihr den Aufzug.

Aber auch am Vordach wurde weiter gearbeitet, nach den Schalungsbrettern und der Unterspannbahn waren die Latten dran. Laut Juno eine eher nervige Arbeit 😀

Konzentriertes (und eventuell leicht genervtes) Gesicht bei der Arbeit
Alle (Dach) Latten am Zaun ÀÀÀh Vordach

Mittlerweile stellte sich heraus, dass die Velux Fenster aufgrund eines Kommunikationsfehlers erst nĂ€chste Woche geliefert werden. Das heißt fĂŒr uns, dass der Einbau von innen erfolgen muss und damit aufwĂ€ndiger ist und auch mehr kostet. Da mĂŒssen wir uns mit Fullwood definitiv einig werden, da dort der Fehler passiert ist.

Auch die OrtgĂ€nge (die abschließenden Dachziegel an den Giebelseiten) waren in einer falschen GrĂ¶ĂŸe geliefert worden und wir konnten das Dach nicht abschließen. Insgesamt ist einiges falsch oder gar nicht geliefert worden, was zu Verzögerungen und vielen Fahrten zu BaumĂ€rkten, Schrauben Shops und nervigen Telefonaten gefĂŒhrt hat. Das war wirklich krĂ€ftezehrend. Klar, es lĂ€uft nicht alles glatt, aber in der Anzahl war es echt auffĂ€llig.

Außerdem war unser Dachklempner da und brachte alle Regenrinnen und Fallrohre an (außer am Vordach, das war noch nicht ganz soweit).

Regenrinne sitzt!

Donnerstag, zehnter Tag

Heute musste ich zur Kontrolle ins Krankenhaus und Juno musste mich fahren – also fehlte wieder ein_e Helfer_in auf der Baustelle – aber sepp bediente den Ziegelaufzug und Richtmeister Björn war unser Packesel oben auf dem Dach – wie eine Katze schleppe er grazil die super schweren Ziegel auf die Nordseite vom Dach. Sepp war ja ein bisschen erleichtert, dass dieser Kelch an sepp vorbei ging :D.

Unsere Stopfhanf Bestellung vom ABW Shop (die den von Hanffaser Uckermark beziehen) kam an. Die AußenwĂ€nde dĂ€mmen wir innen mit Stopfhanf, da wir kein einheitliches Raster haben und Matten da sehr viel geschnitten werden mĂŒssten. Außerdem wollten wir eigentlich am liebsten Hanf ohne ZusĂ€tze.

Ein bisschen Stopfhanf fĂŒr die AußenwĂ€nde

Um etwas schneller voran zu kommen haben wir aber fĂŒr das Dach und die InnenwĂ€nde die ThermoHanf Platten genommen. Die bestehen aus 58 % Hanf, 29 % Jute, 9% polymeren StĂŒtzfasern auf PET-Basis und 4 % Soda als Brandschutz. Verbundstoffe sind ja immer schwierig in der Entsorgung. Aber hier haben wir ein bisschen auch auf unser Arbeitspensum achten mĂŒssen. Es gibt auch Hanfplatten ohne ZusĂ€tze, aber die konnten wir als Privatpersonen nicht erwerben (nur als Firma).

Und unsere ImprĂ€gnierung, Lasur und Wachs kam an, von Diotrol. Die wasserbasierten Lasuren haben wir vor der KĂ€lte in Sicherheit gebracht, der Rest darf draußen warten. Das Streichen war eigentlich mein Job… Nervt total das ich das jetzt nicht machen kann. Es geht zwar auch erst wenn es auch nachts ĂŒber 5 Grad ist, aber bis dahin ist mein Fuß noch nicht heil.

Noch ist es zu kalt zum lasieren…

Zum Abschluss des Tages erklÀrte Björn noch, wie genau die Dachziegel ausgerichtet und angebracht werden, damit wir am Wochenende damit weiter machen können.

Und noch ein paar Innenansichten vom Obergeschoss

So schönes Licht! Blick auf Nordosten
Und der SĂŒdwesten

Freitag, elfter Tag

Es ging weiter auf dem Dach, Juno und sepp verlegten die Dachziegel und Sturmklammern nach Björns Vorbild und es lief gut und zĂŒgig. Das Bild das sich mit den Ziegeln ergab war wirklich schön und stimmig – Schlagschnur sei Dank.

Juno beim Dach decken

Samstag hatten wir uns frei genommen.

Sonntag, zwölfter Tag

Tja, den Tag werfen wir direkt in den MĂŒll.

Junos Flug ging am nĂ€chsten Tag, also Montag. Dort sollten aber die Sicherheitsleute am Flughafen streiken (was wir begrĂŒĂŸen, gerechter Lohn fĂŒr alle!) – also beschlossen wir nach einigem Hin und Her das Juno zur Sicherheit doch schon Sonntag Abend fliegt.

Also fehlte Juno fĂŒrs Dachdecken und wir mussten auch frĂŒher los als gedacht, haben also viel weniger geschafft als vorgenommen.

Dach – Stand Sonntag Nachmittag

Dann gab es aber ein MißverstĂ€ndnis – im Zuge dessen einen verpassten Flug, unser Auto blieb mit leerer Batterie liegen und wir wollten einfach nur noch das der Tag vorbei geht 🙄

Fazit Woche Zwei

Das Dach muss noch fertig gemacht werden, aber ansonsten sind wir ganz gut vorangekommen. Bin gespannt wie es weiter geht, den in den nĂ€chsten Wochen haben wir nicht viel Hilfe und mĂŒssen alleine klar kommen.

FĂŒr Woche 3 sind die Fenster dran. Hoffentlich kommen dann auch die richtigen OrtgĂ€nge, FirstbĂ€nder und der andere Kram der fĂŒrs Dach noch fehlt. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Björn, unser Richtmeister, bleibt uns noch weiter erhalten. Was Fullwood nicht erwĂ€hnt hatte, ist das wir mit dem Dachdecken den Richtmeister lĂ€nger brauchen. Ich meine das hĂ€tten wir uns sicherlich auch denken können. Aber er bleibt jetzt anstatt 2, ganze 4 Wochen und das ist dann auch einfach mal das doppelte. Auch finanziell eine heftige Mehraufwendung (zur Vorstellung, eine Woche sind ca 3.000 €). Davon das uns am Anfang beim Verkauf gesagt wurde, dass das Haus sich selbst trĂ€gt und die InnenwĂ€nde frei geplant und verschoben werden können stimmt so auch nicht. Bei uns zB sind die InnenwĂ€nde fast alle von statischer Bedeutung und dĂŒrfen nicht von uns selbst gestellt werden.

Wie im Mittwoch Beitrag schon erwĂ€hnt, fehlten wirklich viele Sachen oder es waren auch tatsĂ€chlich zu kurze Sparren geliefert worden. Dazu werde ich noch einen eigenen Beitrag verfassen, unter dem Motto „was lief nicht so gut“, aber dazu sammeln wir erstmal 😄

Die Velux Fenster kommen ĂŒbrigens erst am 24. MĂ€rz, anstatt wie geplant am 7., wir regen uns nicht groß auf, bringt ja nix.

Ach und falls ihr in Brandenburg seid und schon immer mal Trockenbau und DĂ€mmung machen wolltet, ihr seid herzlich eingeladen đŸ˜đŸ„ł

Zum Abschluss noch der Stand am Freitag Abend
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Published inBaustelleDacheindeckungEigenleistungFullwoodHaus
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