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Was krabbelt denn da? Tiere mit Apps bestimmen

So lange noch, bis das Haus kommt...

W√ľrdet ihr manchmal auch gern mehr erfahren, √ľber das was bei euch so krabbelt, brummt und singt? Tiere mit Apps bestimmen: Ein kleiner Ausflug in meine Lieblings App, iNaturalist, zum Bestimmen von Fauna aber auch Flora, mit gro√üer Community und viel Lernpotential. Und BirdNet, extra f√ľr Vogelstimmen.

Ein gro√üer Wunsch bei meiner Gartenplanung ist, dass sich m√∂glichst viele Tiere bei uns wohlf√ľhlen. Ich war schon immer sehr an Tieren und Pflanzen interessiert, von ganz klein bis ganz gro√ü. Aber gerade bei Insekten und V√∂geln kann ich diese nicht immer zuverl√§ssig bestimmen, m√∂chte aber wissen was da genau bei uns wohnt.

Ich benutze dazu vor allem die iNaturalist App und Birdnet.

Nat√ľrlich gibt es auch viele B√ľcher dazu, aber zum Einen muss ich die dann dabei haben und zum Anderen muss ich das Tier dadrin auch erstmal finden.

iNaturalist

iNaturalist ist ein echtes Allroundtalent.

Die App kann Pflanzen und Tiere bestimmen. Dazu braucht ihr entweder ein Bild von dem Tier oder eine Aufnahme von Tierlauten. Das mit dem Aufnehmen von Ton √ľber die App oder Ton Aufnahmen in die App zu laden, funktioniert bei mir leider nicht so gut. Meine Fotos nehme ich immer mit dem Handy auf und lade sie dann in die App. Mit meiner Handykamera kann ich besser zoomen oder Makro Aufnahmen machen.

Die App kann auch teilweise Tiere √ľber ihre Eier, Kot und Behausungen bestimmen, obwohl es da nat√ľrlich manchmal etwas schwierig wird.

Anwendung

Wir machen das jetzt mal Schritt f√ľr Schritt. Ihr seid im Garten und seht ein tolles Insekt – und habt Gl√ľck! Ihr bekommt ein sch√∂nes Foto. Dann k√∂nnt ihr eure iNaturalist App √∂ffnen.

Schritt 1: Foto machen

Ich habe diese schöne Raupe gestern bei Ariane im Hortus Terrigenus gesehen.

Schritt 2: Foto in die App laden

Ich √∂ffne dann also die App und clicke auf das kleine gr√ľne Plus:

Ihr seht auf eurer Hauptseite alle eure Beobachtungen, da seht ihr meine letzten in dem Bild oben.

Schritt 3: Bestimmung der Raupe

Wenn ihr auf „Was hast du gefunden?“ tippt, zeigt euch die App Vorschl√§ge an. Die seht ihr im zweiten Bild. Wenn ihr euch nicht sicher seid, k√∂nnt ihr auf die zwei Pfeile tippen. Da k√∂nnt ihr dann die Bilder aus dem Katalog der App direkt mit eurem eigenen Bild vergleichen. Bei sehr √§hnlichen Insekten brauche ich oft den direkten Vergleich, sonst wei√ü ich es nicht so genau. Im dritten Bild seht ihr das die Raupe recht eindeutig ein Tagpfauenauge ist.

Wenn in eurer Gegend kaum wer die iNaturalist App benutzt, kann es auch Sinn machen sich Vorschl√§ge anzuzeigen, die nicht in der N√§he gesichtet wurden. Die findet ihr ganz unten bei den Vorschl√§gen und m√ľsst sie extra anklicken. Dann werden allerdings auch ganz exotische Exemplare angezeigt. ūüėéūü§Į

Datenschutz

Noch ein Hinweis zum Datenschutz. Da ihr Standorte f√ľr die Beobachtungen angeben solltet, m√ľsst ihr euch im Klaren sein, dass dar√ľber durch Dritte nachvollzogen werden kann, wo ihr wohnt oder euch oft aufhaltet. Ihr k√∂nnt das Problem etwas umgehen, indem ihr auf der Seite zum Anlegen einer neuen Beobachtung (also dort, wo ihr auf „Was hast du gefunden“ tippt) mit den Standortdaten spielt. Standardm√§√üig sind die Koordinaten sehr genau in den Bildern der Handys hinterlegt. Wenn ihr auf diese Koordinaten tippt, k√∂nnt ihr sie manuell verschieben oder auch die Genauigkeit verringern. Es gibt aber auch noch die M√∂glichkeit die Standortsichtbarkeit einzuschr√§nken:

  • √∂ffentlich: die exakten Koordinaten eurer Beobachtung sind f√ľr Alle im Internet sichtbar
  • verdeckt: hier werden zwar die Standortdaten von iNaturalist so genau gespeichert, wie du sie angegeben hast, sie werden aber f√ľr die normalen User nur zuf√§llig innerhalb einer ca. 0,2 x 0,2 Grad gro√üen Zelle positioniert. In unseren Breiten entspicht das etwa 13 x 13 km; Am √Ąquator w√§ren das dagegen √ľber 22 x 22 km (fast 500 km¬≤ gegen√ľber ca 170 km¬≤ bei uns). Au√üerdem werden auch noch Angaben wie der Ort ungenauer gemacht: Statt Berlin Mitte w√ľrde dann z. B. nur noch Berlin dort stehen. Aber das Gute an „verdeckt“ ist, dass f√ľr bestimmte Projekte oder Gruppen trotzdem die genauen Geodaten verwendet werden k√∂nnen – oder wenn ihr einer Person traut und es f√ľr sie freigebt. √úbrigens werden manchmal auch ohne euer zutun Standorte als verdeckt markiert. Das kann z. B. bei besonders gesch√ľtzten Tieren oder Pflanzen, wie bestimmten Orchideen, passieren. Das nennt sich dann Taxon-Geoprivacy.
  • privat: die Standortdaten der Beobachtung sind ausschlie√ülich f√ľr euch selbst sichtbar. Das klingt zwar erst mal gut, bringt aber leider das Problem mit sich, dass damit ein entscheidendes Merkmal f√ľr eure Beobachtungen fehlt – f√ľr die Wissenschaft sind die Bilder damit nicht mehr sinnvoll zu gebrauchen.
So werden Standortdaten „obscured“, d. h. verdeckt. Bild Quelle

Das ganze verdecken hilft aber nat√ľrlich nicht viel, wenn im Hintergrund des Bilder der K√∂lner Dom, der Berliner Fernsehturm oder ein anderes gut zuordenbares Objekt zu sehen ist.

Wenn ihr mehr dar√ľber erfahren wollt, dann schaut doch einfach mal bei den FAQ von iNaturalist vorbei.

Community

Einige Insekten sind auch mit der App nicht immer zuverlässig zu bestimmen. Ihr könnt auch mal falsch liegen bei eurer Auswahl. Da kommt dann die Community ins Spiel, die eurer Einschätzung widersprechen oder sie bestätigen kann.

Hier hab ich mich f√ľr einen Zweifarbenflachstrecker entschieden, die andere Person ist aber nicht sicher und m√∂chte, dass ich bei der Gattung bleibe. Ich kann dem dann zustimmen, oder auch nicht.

Au√üerdem werden eure Beobachtungen auch teilweise zu wissenschaftlichen Projekten hinzugef√ľgt, zum Beispiel „Schmetterlinge Europas“. Das ist ein cooles Gef√ľhl, da Teil von zu sein.

Ihr k√∂nnt iNaturalist auch √ľber den Browser aufrufen, da gibt es dann noch mehr M√∂glichkeiten: ihr k√∂nnt anderen folgen und sehen, was sie entdeckt haben und vieles mehr. Da muss ich mich selbst noch durcharbeiten.

Fazit

F√ľr eine kostenlose App bietet diese wirklich viel und funktioniert (bis auf Tonaufnahmen bei mir) auch wirklich zuverl√§ssig. Ich kann dann das jeweilige Tierchen meist erkennen und mich dar√ľber informieren (au√üerhalb der App). Mir macht es unwahrscheinlich viel Spa√ü Tiere mit Apps zu bestimmen.

Au√üerdem werde ich die App nutzen um Flora und Fauna bei uns zu dokumentieren. Ich hoffe nat√ľrlich dass mit der richtigen Bepflanzung unsere Biodiversit√§t weiter ansteigt und ich noch viel mehr Tierchen vor die Linse bekomme.

App installieren

Hier bekommt ihr die App f√ľr Android

Und hier f√ľr Apple

BirdNet

BirdNet ist tats√§chlich „nur“ f√ľr V√∂gel. Ihr k√∂nnt damit Vogelstimmen mit eurem Handy (direkt in der App) aufnehmen und bestimmen lassen.

Anwendung

Wenn ihr auf die App clickt, f√§ngt sie sofort an aufzunehmen. Macht auch Sinn, denn ein Vogel kann ja schnell wegfliegen ūüėä. Das sieht dann so aus:

Ihr braucht keine lange Aufnahme. Dann wählt ihr mit den Fingern auf der Tonspur den Teil aus, wo der Vogel zu hören ist:

Dann klickt ihr unten auf „Analyze“ und er zeigt euch Vorschl√§ge an. Wenn ihr auf speichern dr√ľckt, k√∂nnt ihr es auch sp√§ter bestimmen lassen, falls ihr Datenvolumen sparen wollt zum Beispiel.

Die Aufnahmen, die bestimmt sind werden automatisch gespeichert:

Fazit

BirdNet macht Spa√ü, auch wenn es manchmal kurzfristig Probleme hat, V√∂gel zu erkennen. Ich freue mich immer, wenn ich einen Vogel damit identifizieren kann. Der Pirol ist immer noch am eindrucksvollsten f√ľr mich. Er klingt wie ein Tropenvogel, ist aber hier heimisch.

App installieren

F√ľr Android

F√ľr Apple

Das wars

Mehr hab ich erstmal nicht dazu zu sagen ūüėĀ.

Benutzt ihr diese Apps schon in eurem Alltag? Oder nutzt ihr andere Apps, die ich vielleicht noch nicht kenne? Wenn ihr noch keine benutzt, werdet ihr mal eine (oder beide) davon ausprobieren? Viel Spa√ü beim bestimmen w√ľnsche ich euch ūüíöūüíöūüíö

Published inKnow-How

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