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Nachfragen vom Bauamt

So lange noch, bis das Haus kommt...

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Wir haben Post vom Bauamt Luckenwalde – nur leider nicht die, die wir erhofft hatten. Was das Bauamt wollte und was das nun f√ľr uns hei√üt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Wir haben uns einen Blau-Roten Eingangsstempel geg√∂nnt. ūüėé #professionalsatwork

Gestern, am 1. Juli 2021, lag nun also endlich Post von der unteren Bauaufsicht im Briefkasten. Ich hatte schon die vage Hoffnung, dass es die Ank√ľndigung sein k√∂nnte, dass der Bauantrag durch ist. Pustekuchen. Tats√§chlich ist dem Bauamt in Luckenwalde jetzt nach 78 Tagen (ich nutze die Android App Days Counter) aufgefallen, dass einige der Formulare nicht die aktuelle Version hatten.

Der Architekt hatte schon damit gerechnet, dass ein solcher Einwand kommen k√∂nnte. Dass der aber so sp√§t kommt ist √§rgerlich. Unser Architekt nutzte eine Formular-Software, in der noch nicht die aktuellen Formulare f√ľr das Land Brandenburg hinterlegt waren. R√ľckblickend w√ľrde ich empfehlen, nicht nur die Inhalte der Formulare zu pr√ľfen – wie wir es getan haben – sondern, auch noch mal selbst zu checken, ob es auch die richtigen Formulare sind. Das ist √ľbrigens der Unterschied zwischen verifizieren und validieren. Ich hatte zwar verifiziert (Formular korrekt ausgef√ľllt?), aber nicht validiert (korrekter Fragebogen?).

Konkret ging es um die

  1. Baubeschreibung Anlage 2.1,
  2. Angaben zur Nutzung erneuerbarer Energien nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG),
  3. Erklärung des Entwurfsverfassers und die
  4. Erklärung zur Nierschlagswasserversickerung.

Zu den Formularen sage ich nichts, das hat Fullwood wirklich versemmelt. Hier h√§tte ich mir einfach gew√ľnscht, dass dann eben in den sauren Apfel gebissen wird und ein PDF-Formular manuell ausgef√ľllt wird. Ob das mit den falschen Formularen erst so sp√§t aufgefallen ist, dass nichts mehr zu √§ndern gewesen w√§re, wei√ü ich leider nicht mehr genau. ūüėÖ

Daneben fehlten laut Nachforderung:

  1. Angaben zur Löschwasserversorgung
  2. Angaben zum Kamin
  3. Angaben zur Art des Brennstoffes
  4. Typenunterlagen zur geplanten Solaranlage
  5. Im Grundriss Erdgeschoss ist nicht angegeben ob das Arbeiten im Zimmer „Arbeit“ privat oder gesch√§ftlich erfolgt

Bei den Nachforderungen war ich schon etwas… irritiert. Daher habe ich erst mal versucht meine Sachbearbeiterin beim Bauamt anzurufen. Sie ist wirklich sehr nett. Wenn Verwaltung zeigen will, wie „nett“ geht, dann ist Frau K. ein leuchtendes Beispiel. Nach einigen Versuchen hatte ich sie dann auch erreicht: Die Anmerkungen waren einleuchtend. Sie hat einfach nur den Antrag gelesen und dementsprechend nachgefordert:

  1. okay, das Kreuz fehlte wirklich. Literally ein Kreuz – hier w√§re es total schlau, wenn das Formular einfach angeben w√ľrde, ob Mehrfachantworten m√∂glich sind.
  2. Wie das Amt darauf gekommen ist, dass wir einen Kamin br√§uchten lie√ü sich leicht kl√§ren: Im Bauantrag war die „Erkl√§rung zum Bauantrag gem√§√ü ¬ß 42 Abs. 3 Satz 1 BbgBO i. V. m. ¬ß 19 der 1. BImSchV“ enthalten. Die braucht es aber nur, wenn wir einen Kamin gehabt h√§tten. Daraus hat die Sachbearbeiterin dann geschlossen, dass es doch irgendwo einen Kamin geben m√ľsste – auch wenn auf den Pl√§nen nirgends einer eingezeichnet ist
  3. Formular aus 2. ‚ě° Kamin ‚ě° irgendwas wird verbrannt. Da wir eine LWWP haben, ist das einzige, was bei uns verbrannt wird ist Geld. Nein… wir „investieren“.
  4. Auf den Bauzeichnungen haben wir eine Solaranlage eingezeichnet, weil die in unserer Planung des Daches und der Elektrik schon mal vorgesehen sein sollte. Frau K. schloss nun daraus, dass wir die Рauch wenn es auf keinem anderen Formular angegeben ist Рschon mit beantragen wollen. Ich hätte wirklich gern eine PV-Anlage; aber das ist im Moment finanziell nicht drin Рvor allem, so lange wir auch nicht wissen, wie was uns am Ende die aktuell angespannte Rohstoffsituation zusätzlich kostet.
  5. Hier geht es wohl darum, ob ich einer gewerblichen T√§tigkeit nachgehe. Wie denn das mit Home Office aussieht, konnte mir Frau K. leider auch nicht sagen. Ich bin ja nicht privat im Home Office, aber es ist auch kein „Gewerbe Arbeitszimmer“. Insofern… „privat“.

Die Inhaltlichen Nachforderungen darf ich also im Anschreiben erkl√§ren und damit sind, bis auf das Kreuz f√ľr das L√∂schwasser aus 1., die Fragen beantworte, ohne dass noch etwas nachgeliefert werden muss.

Was die √úberarbeitung der Formulare angeht: Unser Architekt ist leider noch im Urlaub – es sei ihm nat√ľrlich trotzdem geg√∂nnt. Hoffen wir einfach mal, dass seine Vertretung das auch hinbekommt. Sonst verz√∂gert sich der Antrag noch mehr, da Nachforderungen stets eine Aussetzung der Antragsbearbeitung und damit eine Fristverl√§ngerung nach sich ziehen. Offiziell sind die 3 Monate am 15. Juli 2021 rum. Mal sehen.

Published inArchitektB√ľrokratie
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